12.04.2022, von M. Mazzariello

Ortsverband übt für den Ernstfall

(09.04.2022) Übungsszenario Gasexplosion fordert Bergungsgruppe, Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung sowie Fachgruppe Ortung Typ C (technisch) beim Training für den Ernstfall

Zu einer Einsatzübung am 09.04.2022 versammelten sich, zu früher Stunde, 22 Helfer:innen aus unserer Bergungsgruppe, der Fachgruppe N (Notversorgung und Notinstandsetzung) und der technischen Ortungsgruppe (Fachgruppe Ortung Typ C (technisch)) auf dem Übungsgelände unseres Ortsverbandes um gemeinsam für den Ernstfall zu üben.


Das Szenario
In der Otto-Schmidt-Straße kam es zu einer Gasexplosion. Bei der Explosion wurde ein Gebäude komplett zerstört. Weitere Gebäude wurden teilzerstört und angeschlagen. Mehrere Verletzte Menschen werden in den Trümmern und den angrenzenden Gebäuden und Grundstücken vermutet.


Die Übung
Beim Eintreffen der THW-Kräfte an der Einsatzstelle und erster Erkundung wurde festgestellt, dass aufgrund der Explosion Straßenzüge der Otto-Schmidt-Straße teilweise nicht passierbar waren. Dies erschwerte die Ortung und Rettung Verschütteter. Nicht passierbare Straßenzüge erschwerte das vorankommen. Eine Grundstücksmauer musste mittels behelfsmäßiger Konstruktion überwunden werden. Dann konnten mehrere Trupps mit der Erkundung beginnen. Um in die oberen Stockwerde des angeschlagenen Hauses nach Verletzten abzusuchen, wurde durch die Ortungsgruppe die Searchcam 3000 eine Teleskopkamera zum Einsatz gebracht. Diese Kamera ist mit LEDs ausgestattet um auch in dunklen Bereichen für Einblick zu sorgen und kann ebenso durch eine Gegensprechmöglichkeit Kontakt zu beispielsweise verschütteten Menschen aufbauen und gehalten werden. Durch die ausziehbare Verlängerung gibt sie die Möglichkeit in fast 5,60 m höhe zu suchen.

Die Suche mit der Searchcam brachte Erfolg, eine verletzte Person konnte geortet werden. Die Person wurde anschließend medizinisch erstversorgt und betreut. Die Rettung erfolgte über eine schiefe Ebene mittels Schleifkorbtrage aus dem ersten Obergeschoss. Nach erfolgtem Transport ins Freie wurde die Person dem Rettungsdienst übergeben.

Weitere Gebäude und -bereiche wurden mit einem Multiwarngerät untersucht um sicherzustellen, dass kein weiteres Gas oder andere Gefahrstoffe austreten. Die Erkundung konnte nach Freimessung fortgesetzt werden. In einer Grube wurde eine weitere verletzte Person durch einen Trupp lokalisiert, medizinisch erstversorgt und betreut werden. Um die Person möglichst schonend zu transportieren wurde die Spineboardtrage zu Hilfe genommen. Auch diese Person wurde nach Rettung an den Rettungsdienst übergeben.

Das Trümmergelände des Ortsverbandes stellte das total zerstörte Gebäude dar. Nach Erkundung der Trümmer und erstem Absuchen der Randbereiche unterstellten sich die Trupps der Bergungsgruppe und Fachgruppe N der technischen Ortung. Gemeinsam wurde mit verschiedenen Ortungstechniken versucht Personen zu lokalisieren. Es wurde eine eingeschlossene Person entdeckt. Während diese Person weiterbetreut wurde, schafften Helfer:innen einen Zugang um die Rettungsmaßnahmen fortzusetzen.

Die Ortung in den Trümmern wurde unter Zuhilfenahme des akustischen Ortungsgerätes fortgesetzt. Hierbei wurde eine weitere Person im Röhrensystem geortet. Die Rettung gestaltete sich durch das schwer zugängliche Röhrensystem schwieriger. Nach einer ersten medizinischen Versorgung wurde die Rettung, mit der Bergeschleppe, durch das verwinkelte und enge Röhrensystem durchgeführt.

Auch mussten die Helfer:innen an der Einsatzstelle die Versorgung sicherzustellen. Hierzu wurden zwei SG 300 Zelte (Stangen-Gerüst-Zelte), Biertisch-Garnituren und eine Hygienestation aufgebaut. Hier konnten sich die Einsatzkräfte während der Übung stärken und Pausen einlegen.

Ein ereignisreicher Tag ging für alle Helfer:innen zu Ende. Viele fachliche Fähigkeiten konnten unter Beweis gestellt und viele Fertigkeiten ausprobiert und angewendet werden. Gefestigt wurde ebenfalls die gruppenübergreifende Zusammenarbeit.

 

Besonderer Dank
Hier sind unsere Junghelfer:innen Imke und Mika zu erwähnen. Sie standen als Verletztendarsteller:in zur Verfügung. Für das leibliche Wohl sorgte unsere stellvertretende Ortsbeauftragte Kirsten Kampf, da wir leider zurzeit keinen Koch im Ortsverband haben.


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