Frankfurt, 13.11.2013

Trinkwasserexperten auf dem Weg nach Cebu – SEELIFT im Dauereinsatz

„Die Menschen auf den Philippinen brauchen dringend Hilfe. Mit der Entsendung unserer Einsatzkräfte durch Bundesinnenminister Dr. Friedrich und unserer Technik wollen wir einen Beitrag dazu leisten, das Leid in den betroffenen Gebieten zu lindern“, sagte THW-Vizepräsident Gerd Friedsam am heutigen Mittwoch in Berlin. Von Frankfurt und Berlin aus starten am Mittag 17 THW-Kräfte in die Krisenregion. Dort werden die Ehrenamtlichen die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen, zerstörte Wassersysteme reparieren und die Infrastruktur wiederherstellen.

Nach fast 16 Stunden Flugzeit werden die THW-Kräfte am Donnerstag Cebu, eine von Taifun Haiyan schwer getroffene Insel, erreichen. „Ich wünsche unseren Einsatzkräften einen erfolgreichen Einsatz. Die Aufgaben, vor denen sie stehen, sind gewaltig“, sagte Friedsam kurz vor dem Abflug.

Für die Herausforderungen, die die Ehrenamtlichen im Schadensgebiet erwarten, sind sie gut gerüstet. Sie führen neben zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen noch ein Labor zur Überprüfung der Wasserqualität sowie Werkzeuge für Notreparaturen an der Infrastruktur mit sich. Außerdem hat das THW auf Anforderung des Koordinierungsteams der Vereinten Nationen (UNDAC) eine Campausstattung an Bord. Darüber hinaus sind die Helferinnen und Helfer durch ihre Ausbildung optimal auf den Einsatz vorbereitet: Neben speziellen Auslandsausbildungen wurden die Einsatzkräfte durch medizinische Vorsorge für Einsätze rund um den Globus fit gemacht.

Bereits am gestrigen Abend sind zwei weitere THW-Kräfte auf die Philippinen geflogen. Sie unterstützen das Team, das sich bereits seit Sonntag in der Krisenregion befindet.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Europäischen Gemeinschaftsverfahrens sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Der Ortsverband Groß-Gerau sorgt mit der Sondereinheit SEELIFT (Schnell-Einsatz-Einheit Logistik im Luftransportfall) weiterhin für die reibungslose Verlegung der Einsatzkräfte von Deutschland aus auf die Philippinen. Seit Samstag waren bereits 20 Helfer aus der Kreisstadt insbesondere auf Flughafen Frankfurt im Einsatz.

(Quelle: www.thw.de)

 

Hintergrund: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk – ehrenamtliche Hilfe braucht helfende Hände

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk mit seinen Ortsverbänden in allen größeren Städten ist die ehrenamtlich getragene Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Die rund 80 freiwilligen Helfer des Ortsverbands Groß-Gerau, dem zweitgrößten Ortsverband in Südhessen, untergliedern sich neben dem Verwaltungsstab in den Zugtrupp als Führungseinheit, zwei Bergungseinheiten und die Fachgruppen Räumen mit schwerem Kettenbagger, Kipper und Radlader und die Fachgruppe Ortung mit High-Tech-Ortungsgeräten und Rettungshunden. Außerdem übernehmen alle Helfer in Zweitfunktion Aufgaben in der Auslands-Spezialeinheit SEELIFT. Die Helfer arbeiten ausschließlich ehrenamtlich, das heißt freiwillig und unbezahlt. Verstärkung ist hier immer willkommen, egal ob männlich oder weiblich, ob 18 oder 60 Jahre alt. Jeder kann mit seinen besonderen beruflichen Kenntnissen die Helfer unterstützen: In den Einsatzeinheiten, der Verwaltung oder auch der Küche. Sogar Jugendliche sind schon beim THW. Ab dem 10. Lebensjahr lernen sie in der Jugendgruppe spielerisch den Umgang mit der Technik und verschiedenste Rettungsmethoden.  


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