27.11.2020, von M. Mazzariello

Das Übungsgelände nimmt langsam Form an

(25.11. - 27.11.2020) Sechs Ortsverbände aus dem Landesverband HERPSL unterstützen Ortsverband Groß-Gerau

Nach ersten Arbeitsphase im Ortsverband, beginn Juli/August 2020, wurde viel Erde umgewälzt, gesiebt und angehäuft. Diese Erde kann jedoch nicht im Ortsverband bleiben. Für unsere Fachgruppe Räumen wäre es unmöglich gewesen, diese Berge alleine weg zu schaffen.

Das THW ist an dieser Stelle eine große Familie. Kurzer Hand wurden weitere Fachgruppen Räumen aus dem Länderverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland (kurz HERPSL) zur Unterstützung angefordert.

Der Ortsverband Frankfurt war zusätzlich mit einem großen Radlader vor Ort, was die Beladung der Kipper deutlich erleichtert hat. Insgesamt waren 6 Ortsverbände mit Bergeräumgeräten und LKW-Kipper Auf dem Hof. Die zu transportierenden Erde wurde durch ein Bodengutachten als Unbedenklich eingestuft, musste aber vom Ortsverband auf die Deponie nach Büttelborn transportiert werden.

Insgesamt müssen ca. 1200 t Erde bewegt werden. Hintergrund dieser gemeinsamen Leistung ist die Umgestaltung des Übungsgeländes in unserem Ortsverband. Gemeinsam mit der Regionalstelle Darmstadt und dem Landesverband HEPRSL wird einiges geleistet. Das alte Übungsgelände musste zu 2/3 weichen und wird neu aufgebaut und umgestaltet.

Die Umgestaltung erstreckt sich auf ungefähr 4000 m². Viele Elemente die zur Ausbildung, Übung und Training dienen sollen, werden auf dem neuen Gelände implementiert. Es wird ein 12 m Übungsturm auf dem Gelände errichtet, dieser bietet fortan die Möglichkeit das Retten aus Höhen zu üben. Ein Graben mit Fundament soll zukünftig die Möglichkeit des Brückenbaus ermöglichen. Ein künstlich angelegter Übungsdeich mit horizontalen und vertikalen Röhren soll für Trümmer- und Schachtzugangsszenarien dienen.

Durch Hilfseinsätze des Technischen Hilfswerks nach Erdbeben in Mexico prägte sich der Begriff Mexico-Haus, auch ein solches wird es auf dem neuen Übungsgelände geben. Unter dem Begriff versteht man eine Schicht- und Trümmerstruktur, hier werden eingestürzte Gebäude und ähnliches simuliert.

Neben dem Mexico-Haus wird es zusätzlich noch ein teilzerstörtes Übungshaus geben. Hier können besonders Bergungs- und Ortungsübungen simuliert und für den Ernstfall trainiert werden. Neben zahlreichen Verstecken in diesem Haus wird es auf dem Gelände ebenfalls Möglichkeiten geben mit den Rettungshunden zu trainieren. Diese Verstecke sind sowohl für die Flächensuche als ach für die Trümmersuche konzipiert.

Bis November 2020 wurden ca. 1200 Std. für den Umbau des Geländes geleistet. Diese Stunden betreffen ausschließlich Stunden die von THW-Helferinnen und -Helfern ehrenamtlich geleistet wurden. Nach Fertigstellung des Übungsgeländes soll dieses als Übungsgelände für den Länderverband HERPSL dienen.

 

Besonderer Dank an dieser stelle gilt den Kameradinnen und Kameraden der unterstützenden THW-Ortsverbände Pfungstadt, Bensheim, Frankfurt, Bad Homburg, Hofheim und Ober-Ramstadt.

 

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