Zugtrupp (1. Technischer Zug)

Alex Rouse (Zugführer, 1. TZ)

Frage: Wie lange bist du schon im THW?
Alex: Ich bin im Sommer 2008 eingetreten. Nicht wie viele andere zuerst in die Jugendgruppe, sondern direkt bei den aktiven.

Frage: Wie bist du zum THW gekommen?
Alex: Im Frühjahr 2008 war bei mir im Ort ein Kinder- und Jugendfest, bei dem ich mit einem anderen Verein beteiligt war. Das THW hatte dort einen Infostand. Nachdem ich mich dort informiert habe, bin ich einige Wochen später einfach an einem Dienstabend hingefahren. Und was soll ich sagen, seitdem nicht wieder weggekommen.

Frage: Was macht es für Dich aus, beim THW zu sein?
Alex: Das THW ist meiner Meinung nach etwa einmaliges. In keiner anderen Organisation bestehen so gute Vernetzungsmöglichkeiten bundesweit. Man trifft bei Einsätzen, auf Lehrgängen, auf Veranstaltungen oder gar im Ausland immer wieder besondere Menschen oder Menschen, die man bereits kennt. Im Vergleich zur Feuerwehr ist das THW durch die bundesweit einheitliche Struktur viel einfacher zu verstehen. Es gibt keine Probleme bei der Anerkennung von Lehrgängen in anderen Bundesländern oder im Großeinsatz bei der Kommunikation über Funk: Fahrzeuge im Süden und Norden der Bundesrepublik tragen eine einheitliche Funkkennung. Gleiches gilt für die Beladung. Ich kann Ad Hoc mit einer Bergungsgruppe von ganz woanders her sofort zusammenarbeiten und weiß, welche Ausstattung auf dem Fahrzeug ist, was nicht und was die Gruppe leisten kann.

Frage: Zugführer zu sein, das heißt für dich…
Alex: Das bedeutet für mich in erster Linie viel Verantwortung. Ich bin für die die Einsatzfähigkeit und die Ausbildung des gesamten Technischen Zuges verantwortlich. Das wichtigste daran: Dass alle wieder gesund aus dem Einsatz nach Hause kommen. Neben der Verantwortung bedeutet es aber auch eine Menge Spaß und Freude, wenn man sehen kann, wie die Bemühungen Früchte tragen. Die Position des Zugführers erlaubt innerhalb der auferlegten Regularien einen gewissen Spielraum, sodass die Schwerpunkte – natürlich in Absprache mit dem Ortsbeauftragen – selbst gelegt und deren Umsetzung verfolgt werden können. Diese Freiheit gestattet neben dem die des Ortsbeauftragten keine andere Position innerhalb des Ortsverbands.

Frage: Was würdest Du im Ortsverband gerne ändern?
Alex: Vorweg: Wir haben in den letzten Jahren im Ortsverband viel erreicht. Ich denke wir haben einen guten Stand. Den Großteil meiner Vorstellungen konnte ich bereits umsetzen, aber auch hier greift die 80 / 20 Regel. Die ersten 80 % der Aufgabe benötigen 20 % der Zeit und der Mühe, die restlichen 20 % der Aufgabe 80 % der Zeit. An diesem Punkt sehe ich uns gerade. Viel erreicht, doch um immer näher an den „Idealzustand“ zu kommen wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Punkte, die ich derzeit noch sehe, sind die personelle Einsatzbereitschaft, den Aufbau der Fachgruppe technische Ortung (FGr. Ortung Typ C), sowie die weitere Optimierung der internen Abläufe. Dies sowohl im Tagesgeschäft als auch im Einsatz. Ich erhoffe mir, dass die Kommunikationskultur im Ortsverband offen und vor allem ehrlich ist.

Frage: Das macht der Ortsverband Groß-Gerau für Dich aus?
Alex: Vor allem die Menschen. Es gibt bei uns viele besondere Charaktere, viele verschiedene Menschen, von dem jeder einzelne Besonders ist. Ich habe im OV gute Freunde kennengelernt, denen ich mein Leben anvertrauen würde.

Frage: Was du schon immer sagen wolltest…
Alex: Das THW ist etwas ganz Besonderes. Es ist schön, Teil davon zu sein! Frage: Dein erster Einsatz war… und war für dich… Alex: Sehr aufregend. Das war damals ein Scheunenbrand in einem Groß-Gerauer Stadtteil. Am Ende vom Tag standen wir mit der Bergungsgruppe in Bereitschaft falls die arbeitende Fachgruppe Räumen uns benötigt hätte.

Dienststellungskennzeichen Zugführer/in

Zugtruppführer

Heiko Bechert (Zugtruppführer)

Wir führen gerade das Interview

Dienststellungskennzeichen Zugtruppführer/in